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Geologie

Östliches Zentralsardinien.  Das Territorium schlieβt Bodenformationen ein, die durch ihre lithologischen Eigen-schaften, ihren Aufbau, ihre Entwicklungsgeschichte und ihre morphologischen – und somit landschaftlichen -  Aspekte das Erdaltertum (Paläozoikum) und Erdmittelalter (Mesozoikum) Sardiniens illustrieren:                                                                          1) ein Sockel, der aus Felsgestein aus dem Paläozän besteht, das in der Erzinischen Orogenese und in der darauffolgenden Zeitperiode metamorph wurde und während der Endstadien der Orogenese von Granitoiden durchzogen wurde,                                    
2)
die Sedimentschichten, die den Sockel bedecken, bestehen im wesentlichen aus Kohlegestein aus dem Mesozoikum. In Schichten zwischen dem Sockel und den Sedimentablagerungen finden sich auch die Ränder der kontinentalen Sedimentschichten aus der Stefano-Autunianischen Periode, die trotz ihrer begrenzten Ausbreitung eine wichtige Stellung einnehmen, sowohl bei geologischen Rekonstruktionen, als auch im wirtschaftlichen Bereich wegen des Vorkommens fossiler Kohle. Über den Sediment-schichten aus dem Mesozoikum fehlen dagegen die weiten Decken der Vulkanite des Cenozoikums, die es im gesamten Westen Sardiniens gibt. Auch das Basaltgestein aus der obersten Abteilung des Quartär, das ein Zeichen für die jüngeren vulkanischen Aktivitäten Sardiniens ist, ist kaum vertreten ( nur unbedeutendes Zutagetreten im Gebiet um Dorgali).                                                                        
   Die geologischen Besonderheiten des Gebiets von Cala Gonone, die von naturalistischem, ökonomischem und wissenschaftlichem Interesse sind, zeigen im wesentlichen den Dualismus zwischen dem Basalt und den Deckschichten aus dem Mesozoikum auf. Dieser Widerstreit manifestiert sich besonders beim ersten Blick auf den gegensätzlichen Aufbau: „rauh und mit fast vertikalen Abhängen in den Kalkschichten“ und „weich und mit leicht geneigten Hängen in dem metamorphen Felsgestein des Sockels“.    Dieser morphologische Kontrast ist daher nur der offensichtlichste Ausdruck der Verschiedenartigkeit des Gesteins und der Struktur zwischen Sockel und Deckschichten, die sich auch in einer unterschiedlichen Verteilung „ der Mineralvorkommen,                     „ der Gebiete, die von paläontologischem Interesse sind und  „ der Wasserreserven reflektiert. Im folgenden werden die zwei geologischen Hauptkomplexe, aus denen sich die relevanten Aspekte des Gebiets ableiten, kurz beschrieben: .....................

Geomorphologische Einordnung

Das Gebiet fügt sich in das Bild der Gebirgsstruktur der zentralen Ostküste Sardiniens mit einem Territorium auf einer Durchschnittshöhe von über 250 Metern ein. Das Gebirge ist in dem Gerbietsstreifen von Dorgali, der vom Meer bis zur Staatsstraße 125 (S.S. 125) verläuft, aus Kalkstein; aus Granit und Porphyr ist dagegen die Gegend von Santa Maria Navarrese und Baccu Ertili.                                                                            Das gesamte Territorium ist von engen und tiefen Tälern – hier am Ort „Codule“     genannt - durchfurcht. Diese Schluchten münden ins Meer und unterbrechen dabei die Kalksteinwände der Küste in dieser Landschaft, die von Felsen, Kliffs, tiefen Schluchten, Dolinen und Abgründen charakterisiert ist. Die Karsthochebene des Supramonte di Baunei beherrscht mit ihrer Durchschnittshöhe von 600 bis 700 Metern das gesamte Territorium. Dieses weite Gebiet wird auf seiner Meerseite von den Gipfeln Orrolotzi, Ginnircu, Nortorei, Trattasu und Narbone gekrönt. Der Rand, der zur Talseite liegt, wird dagegen von den Gipfeln des Bitzicoro und Doloscaccoro beherrscht. Beide sind mehr als 800 Meter hoch.                                                                                                     Das untersuchte Gebiet wird von verschiedenen Lithotypen, aus denen sich unterschiedliche Morphologien ergeben, charakterisiert: unter den Gesteinsarten befinden sich gut vertreten kristalline Schiefer, Granit und Porphyr des antiken kristallinen Substrats, Kalkstein aus dem Juras, Basalt des Pleistozäns, kürzliche Überschwemmungen und Schichten von Gesteinsschutt aus dem Holozän. Das Schiefergestein findet sich im Tal der „Orientale Sarda“ (zirka vom Kilometer 161 bis zum Kilometer 153), wo es sich Richtung Osten bis zur Grenze zur Gemeinde Triei und Richtung Westen bis Santa Maria Navarrese ausbreitet. Sein Aufbau ist plastisch, mit eingeschnittener Hydrographie, was auf die begrenzte Durchdringlichkeit des Substrats zurückzuführen ist.                                                                                                   Die Granit- und Pophyrsteine beanspruchen hauptsächlich die westliche Seite des Territoriums, genauer gesagt, das Gebiet zwischen Punta Selole und der Punta Cocussau, in nord-südlicher Richtung und zwischen Cuccuru Albu und Punta Malosa, in ost-westlicher Richtung. Hier – besonders bei Marghine -  präsentiert die Landschaft die klassische Granitmorphologie, bei der der Granit massiv zutage tritt und sich mit aufgefüllten Abschnitten und  leichten Hängen abwechselt.                                            Der Großteil der Territorien des Gebiets ist von Sedimentgesteinsablagerungen  charakterisiert, die sich ungefähr von der Staatsstraße  S.S. 125  aus bis zum Meer hinziehen. Der Kalkstein aus der Jurazeit des Mesozoikums, der sich von der Küste aus Richtung Westen  ausbreitet, ist prädominant.                                                           Die Landschaft ist daher deutlich von der Karstmorphologie gekennzeichnet und verfügt über eine breite Auswahl an Abgründen, Dolinen ,Ovalen und Steilwänden (sowohl am Meer, als auch im Landesinneren), bei denen die Kopfenden der Schichten aufgrund ihrer komplexen Entstehungsgeschichte freigelegt sind.

 

Am Fuß dieser Bergstürze haben sich und bilden sich noch immer Kiesanhäufungen; der mundartliche Name für diese Kieshaufen -„girove“ oder „bacu“- gehört zu den verbreitetsten des Gebiets. Im Inneren der Oberfläche, die von den Kalkfelsen des Jura beherrscht wird, findet sich effusives Basaltgestein, das die charakteristischen Erweiterungsterrassen aus alkalischen Felsen bildet; die größte von ihnen liegt in der Gegend „Golgo e Mesu“, wo ein Strom olivinischen Basalts auf zirka 5 Kilometer Breite den Grund des Tales bedeckt und  direkt auf dem organogenen (unter Mithilfe von Organismen entstanden) Kalkstein ruht.                                                                    Die wichtigsten hydrogeologischen Becken sind die des Flußes „Codula di Ilune“, Codula di Sisine“, „Codula de Fuili“ und der Komplex der Zuflüsse des „Rio Pramaera“.

 Wir danken der Agentur für den Natur- und Kulturtourismus Zente.

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